July 10, 2019

January 25, 2019

December 24, 2017

October 26, 2017

September 29, 2017

August 2, 2017

July 11, 2017

Please reload

Aktuelle Einträge

Taj Mahal

July 11, 2017

1/1
Please reload

Empfohlene Einträge

Die Pfalz - Ein Roadtrip

December 24, 2017

Dies ist ein Blogbeitrag zur ersten Pfälzer Blogparade. Als ich die Anfrage für die Teilnahme an der ersten Pfälzer Blogparade erhielt, war mein erster Gedanke: Yeah! Es geht wieder in die kulinarische Pfalz. Und heute, an Heiligabend habe ich die Ehre meinen Blogbeitrag zu veröffentlichen. Vielen Dank!!!

Nach einer stürmischen Nacht, scheint bekannter Weise die Sonne. In unserem Fall leider nicht. Und so beginnt unser Roadtrip durch die Pfalz. Mein Auto, recht klein, muss sich den starken morgendlichen Windböen stellen, die versuchen die tief hängenden Wolken zu vertreiben. Doch was tut man nicht alles für eine kleine kulinarische Auszeit im vorweihnachtlichen Alltagsstress.

Der Deutschen liebster Wachmacher, der Kaffee, wird nach so einer Fahrt natürlich dringend gebraucht. Vera erwartet uns schon in ihrem KaffeeGut in Edenkoben mit lokalen Kaffeespezialitäten. Und so lassen wir die Sehenswürdigkeiten bei diesem schmuddeligen Winterwetter links liegen: wir wollen ins warme Stübchen. Unser dringendstes Bedürfnis will hurtig gestillt werden.

 

Das KaffeeGut in Edenkoben:

Es weht ein neuer Duft in Edenkoben, der Kaffeeduft und gute Laune bringt. Vera und ihre Mutter locken in ihrem charmanten Cafe in Edenkoben mit regionalem Bio-Kaffee aus der Schramms Kaffeerösterei und mit Glühwein vom Bio-Winzer Kilian Bopp von nebenan. Dazu gibt es frisch gebackene Kuchen oder ein kreatives Frühstück (für die Autofahrer unter uns – es gibt direkt gegenüber Parkplätze).

Gleich am Eingang sehen wir die hausgemachten Torten und Kuchen. Zwar ist uns schon bewusst, dass wir an diesem Tag noch so einige Pfälzer Spezialitäten genießen werden, doch der selbstgebackenen Adventstorte und dem Orangenkuchen können wir nicht widerstehen. Den Glühwein, den Vera quasi vom Nachbar bezieht, müssen wir in der Adventszeit selbstverständlich auch probieren.

Wo noch vor nicht allzu langer Zeit eine Bäckerei ihre frischen Brötchen buk, sitzen wir auf einem alten gelben Sofa aus dem 19. Jahrhundert, das für eine wunderbar entspannte Atmosphäre sorgt, in der jeder gern genüsslich seinen Kaffee schlürft. Vera plaudert ein wenig aus dem Nähkästchen: „noch heute versuchen manchmal Gäste durch das Fenster einzutreten– das früher die Eingangstür der Bäckerei war.“

Wem ein wenig nach stöbern und shoppen ist, muss sich lediglich in den Vorraum begeben, wo neben Mamas Stricksachen auch lokale Spezialitäten verkauft werden.

Die Zeit vergehtt wie im Fluge und so müssen wir das KaffeeGut auch gleich wieder verlassen. Nächste Station: Die Weinstube Haardtblick.

 

 

Weinstube Haardblick:

Um es vorweg zu nehmen, wenn ich nach Lokalen recherchiere, dann interessiert mich in erster Linie das Essen. Wer das Lokal führt, ist für mich zweitrangig. In diesem Fall hätte ich vorher mal besser recherchiert.  Was wir bei Udo in der Weinstube Haardtblick bekommen sind - man könnte es so sagen - Dampfnudeln mit Sahnehäubchen! Wer uns nämlich hier erwartet kannte nicht nur die Beatles und Heintje ganz privat, sondern auch so manche Persönlichkeit aus der Fussballwelt. Udo war es, der 1974 bei der Fussball-WM als Stadionsprecher in Kaiserslautern auftrat und er war es auch, der den Schlachtruf „Zieht den Bayern die Lederhosen aus!“ erfand.

Udo ist ein Mann, der die Tradition pflegt. In seiner Weinstube werden jeden Donnerstag orginal Pfälzer Dampfnudeln mit zartdünner Salzkruste gemacht, unter der sich ein zartsüßer Teig versteckt. Dazu kann man wählen zwischen einer Weißweinsauce, Vanilliesauce oder der Grumbeersupp.

Während wir die hausgemachten Dampfnudeln mit Genuss verzehren, erzählt uns Udo spannendes aus seinem Leben, über pfälzer Traditionen, wie der Elwetritsche Jagd und seinen Planwagenfahrten durch die Weinberge. Zum Abschluss bekommen wir noch ein handsigniertes Buch. Am Ende bin ich sprachlos und glücklich zugleich. Wie zwei kleine Kinder, die soeben eine ihrer tollsten Gute Nacht Geschichten erzählt bekommen haben, verlassen wir das Lokal.

 

Kirchstübel in St. Martin:

Gastfreundschaft wird in der Pfalz ganz großgeschrieben und hier bei Sonya im Kirchstübel ganz besonders.

Die Mission ist leicht erkennbar: Kulinarisch mit allen  Sinnen die Gäste verwöhnen. Hier kommt jeder Pfalz-Liebhaber auf seine Kosten: zum vielfältigen Angebot an wunderbaren Spezialitäten aus der Pfalz kommt eine grandiose regionale Weinauswahl hinzu. Mit anderen Worten im Kirchstübel kann man es sich genüsslich und gesellig gut gehen lassen. Wir werden sogleich zu Stammgästen an einen Tisch platziert, damit diese uns über die Pfälzer Küche erzählen können. Im Stübel selbst gibt es von Sonya eine klare Ansage: „Euer Essen wird heute fotografiert, das ist für die erste Pfälzer Blogparade, erst dann dürft ihr es essen!“ Es gibt keinen Widerspruch und ich fotografiere freudig das Essen anderer Gäste.

Bereits seit 12 Jahren wird die gemütliche pfälzische Weinstube von Sonya geführt. Seit jeher schätzen die Gäste die regionalen Speisen - besonders beliebt sind die hausgemachten Flammkuchen und der Saumagen.  Dorothe und Christoph, die beiden Stammgäste legen es mir besonders ans Herz den Saumagen zu probieren. Vom Namen etwas abgeschreckt, gebe ich schließlich nach und bestelle diesen.

Und es sollte sich als die richtige Wahl herausstellen. Er schmeckt fabelhaft. Jetzt verstehe ich, weshalb dies das Leibgericht des Alt-Kanzlers Helmut Kohl war. Die Mischung aus Schweinefleisch, Brät und Kartoffeln ist vorzüglich.  Und ich werde mit noch mehr kuriosen Namen aus der kulinarischen Welt der Pfalz bekannt gemacht, die ich in naher Zukunft auf jeden Fall kosten möchte: Ochsenfetzen, Herzpfeffer, Gequellte mit weißem Käse, Grumbeersupp mit Zwetschgenkuchen oder Krebbenetz. Der Genussmensch darf dem Namen von Gerichten nicht immer zu viel Bedeutung schenken, das ist meine Lektion an diesem Abend.

 

 

Es war mir eine Ehre und Freude diese kleine kulinarische Tour durch die Pfalz unternommen zu haben und mein Erlebtes euch heute vorzustellen. Die Pfalz ist eine kulinarische Region, die zu entdecken und zu erleben sich lohnt.  Und durch die Offenheit und Gastfreundschaft der Menschen macht das Reisen noch mehr Spaß.

 

Frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage wünscht Euch Culinary Lady.

 

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Folgen Sie uns!
Please reload

Schlagwörter
Please reload

Archiv
  • Facebook Basic Square
  • Twitter Basic Square
  • Google+ Basic Square

© 2016 by Barbara Tasarz

 

Kontakt l Impressum l AGB´s l Blog l Facebook l Datenschutzerklärung l Haftungsausschluss