RAPPENSEEHÜTTE

Die Wettervorhersage war eindeutig: es wird heiß, sehr heiß, über 30 Grad. Was also tun? Schwer viel uns die Entscheidung nicht. Entweder wir steigen in den hauseigenen Kühlschrank oder auf einen mit Schnee bedeckten Berg. Wir entschieden uns für die zweite Variante. Unser Ziel: Die Rappenseehütte (2092m) in den Allgäuer Alpen. Der Plan: Am späten Nachmittag losfahren(man braucht von Tübingen ca. 3 Stunden ins Allgäu), eine Nacht auf dem Campingplatz Rubi http://rubi-camp.de/wordpress2015/ nächtigen und am kommenden Tag loslaufen.

Der Campingplatz Rubi, auf der Rubistrasse, gleich bei der Ortschaft Rubi gelegen, bietet alles, was das kulinarische Campingherz begehrt: Grillmöglichkeiten, frische Backwaren am Morgen und lokale Produkte wie Bergkäse und Bier. Doch auch für das körperliche Wohlbefinden, mit einer Sauna, die jedem Gast frei zur Nutzung steht, ist gesorgt.

Nach einer durchgeschlafenen Nacht machten wir uns also mit dem Auto auf dem Weg zum Ausgangspunkt unserer Tour, dem Fellhornparkplatz, der ca. 15 Fahrminuten vom Campingplatz entfernt liegt und sehr gut ausgeschildert ist.

Unser Tagesziel: die Rappenseehütte http://www.rappenseehuette.de/home.html :

Dauer der Wanderung: ohne Pausen für geübte Wanderer 3,5 Stunden

Verlauf: Birgsau (949) – Einödsbach 1142m - Enzianhütte (1804m) – Rappenseehütte (2091)

Einkehrmöglichkeiten auf dem Hinweg:

  • Alpensennerei Eschbach (949m): http://www.alpe-eschbach.de/

  • Gasthof Einödsbach (1142m): http://www.einoedsbach.de/

  • Enzianhütte (1804m): http://www.enzianhuette-oberstdorf.de/

Der erste Teil der Wanderung war einfach. Eine Stunde lang liefen wir im Stillachtal entlang der Stillach. Wegen der Hitze und des Koffeinmangels entschieden wir uns für die Einkehr im Gasthof Einödsbach. Dort bekamen wir unseren Tagesstarter, eine Haferl (Tasse) Kaffee.

Frisch gestärkt machten wir uns auf den weiteren Weg. Nächster Halt: Enzianhütte 1804m. Vor uns lag also der Aufstieg. Ich sag es mal so- es ist ein wunderschöner Aufstieg, mit tollen Aussichten und abenteuerlichen Flussübergängen. Er verlangt vom Wanderer etwas Können und auch eine gewisse Schwindelfreiheit. Belohnt wird der Wanderer mit einer Terrasse, die geradezu zum Schlemmen einlädt, der am höchsten gelegenen Brauerei Europas und einer Küche, die ihren guten Ruf total gerecht wird: der Enzianhütte. Dort angekommen wollten wir genießen und uns für die letzten 300 Höhenmeter stärken. Wir bestellten den selbstgemachten Flammkuchen mit Saibling und Lachs und dazu das hauseigene Bier. Doch die Wahl viel uns wirklich schwer, denn die Speisekarte ist sehr vielfältig. --> hier könnt ihr einen Blick reinwerfen: Speisekarte 2017 zum downloaden!

Für diejenigen, unter euch, die nicht höher aufsteigen möchten. Die Enzianhütte ist eine richtige Wellnessoase! Mit: Whirlpool, Sauna, Massagen und Sonnenterrasse^^

Wir wollten aber noch höher hinauf und so begaben wir uns frisch gestärkt und hoch motiviert auf unsere letzten 300 Höhenmeter. Es sollte noch 1,5 Stunden dauern, bis wir unser Ziel erreichen sollten. Der Weg war schwerer als gedacht – denn die Saison hat gerade erst begonnen und der Schnee war noch nicht ganz geschmolzen. Zweimal verlief unser Wanderweg durch Schnee am Hang. Diese Abschnitte waren wirklich nur mit höchster Konzentration und Ruhe zu überwinden. Ich denke, dass diese Abschnitte in 2 Wochen schon wieder viel einfacher sein werden, wenn der Schnee ganz abgeschmolzen sein wird.

Die letzten Meter zogen sich schließlich- und das wohl aufgrund der Steigung, die wir über den serpentinenartigen Weg in Angriff nehmen mussten. Doch es lohnt sich! Nicht nur eine tolle Hütte mit super Bewirtung erwartete uns sondern auch der Rappensee, der gleich um die Ecke (von der Hütte aus nicht sichtbar) gelegen ist.

Der lange aufstieg, für den wir inkl. Pausen 6 Stunden gebraucht hatte, verlangte nach einer kulinarischen Belohnung. Ich entschied mich für eine Käsesuppe und Kässpatzen. Immerhin sind wir im Land des Bergkäses, also musste ich dies selbstverständlich auch auskosten – beide Gerichte sind totale Wohlfühlgerichte! Um 22:00 Uhr ist Nachtruhe. Nach einem wunderschönem Sonnenuntergang waren wir damit auch voll einverstanden.

Am nächsten Tag, wollten wir nicht denselben Weg zurücknehmen. Erstens, weil der Aufstieg doch recht schwierig war und wir einen Abstieg auf den teilweise doch nassen Wegen nicht wagen wollten und zweitens mochten wir neues Erkundschaften und wir hörten, dass der Abstieg über die Schwarze Hütte zwar etwas länger aber deutlich einfacher sein soll. Stimmt. Wir brauchten ca. 2 Stunden zur schwarzen Hütte im Rappenalptal. Dort gab es Käsebrot, natürlich mit lokalem Bergkäse und Kaffee. Für diejenigen, die noch etwas Kraft haben, gibt es ca. 30 Minuten weiter eine zweite Einkehrmöglichkeit in der Breitengehralpe, die eine etwas größere Karte bietet. Den Rest der Wanderung (ca. 2,5 Stunden im gemütlichen Tempo) geht es durch das Rappenalptal zurück zum Parkplatz. Auch bei heißen Temperaturen kann ich diese Route empfehlen, da es durch den bewaldeten Teil des Tals geht.

Einkehrmöglichkeiten auf dem Rückweg:

  • Schwarze Hütte: https://www.oberstdorf.de/partner/schwarze-huette.html

  • Breitengehralpe (1272m): https://www.sennalpe-breitengehren.de/

  • Gasthof Einödsbach (1142m): http://www.einoedsbach.de/

  • Alpensennerei Eschbach (949m): http://www.alpe-eschbach.de/

Doch bevor wir unsere Rückfahrt antraten, wollten wir unsere Kraftreserven wieder auftanken, da der steile Abstieg uns doch etwas Kraft gekostet hat. Die Gerichte im Gasthof Einödsbach hatten uns schon am Vortag angesprochen und deswegen wollten wir diese doch auf den Prüfstand stellen. Wie bestellten die Spezialität des Hauses: frisch gefangenen Saibling, gekocht in Wurzelgemüse und zum Nachtisch Schokoladentorte mit Kirschen. Das perfekte Dinner und zugleich auch krönender Abschluss unserer zweitätigen kulinarischen Wanderung durch die charmanten Allgäuer Alpen.

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© 2016 by Barbara Tasarz

 

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