Stuttgart Food Explorers: Injeera

Es ist kein Geheimnis: afrikanisches Essen liegt im Trend. Warum? Es ist eine gesellige Angelegenheit, weil von einer gemeinsamen Platte mit den Fingern genascht wird. Alle Sinne genießen mit und die Würze stimmt. Es wurde mir berichtet, dass es in meinem Stuttgarter Lieblingsviertel (Bohnenviertel) seit Jahren das Injeera gibt. Also, machte ich mich diesen Donnerstag auf den Weg den beliebten Treffpunkt für Liebhaber der ostafrikanischen Küche aufzusuchen.

Das Injeera befindet sich in der Wagnerstrasse 30, unweit des Breuninger Parkhauses, somit gibt es s sehr gute Parkmöglichkeiten gleich um die Ecke. Obwohl es so nah an der Hauptstätter Strasse lokalisiert ist, ist es doch ein ruhiges Gässchen und im Sommer/Frühjahr mit der Möglichkeit ein Plätzchen an der frischen Luft zu ergattern.

Nachdem ich mit 15 Minuten Verspätung ins Restaurant mit einem hoch erhitztem Gesicht hineingestürzt kam (in Stuttgart wurde gegen das zu hohe Verkehrsaufkommen und die Umweltbelastung gestreikt , wofür ich vollstes Verständnis habe) und mein gemütliches Plätzchen einnehmen konnte, erfreute mich die Speisekarte auch sogleich. Denn im Angebot gibt es im Injeera Gerichte für Vegetarier, Veganer und auch für die Fleischliebhaber unter uns.

Wir entschieden uns zuerst für eine kleine Vorspeise: Kitcha (8,00€), es ist ein dünnes ungesäuertes Fladenbrot aus Weizenmehl, das in einer Pfanne angebraten wird. Von der Konsistenz hat es uns ein wenig an geräuchertes Tofu erinnert, mit der Brise einer afrikanischen Würze.

Nach einem kurzen Entscheidungsprozess trafen wir die Hauptspeisenentscheidung: Wir bestellten zwei Injeera-Platten: Eine Vegi-Injeera Platte für 3 Personen (42,00€) sowie eine Zigni- Injeera Platte (45,00€). Nun hieß es warten und so sahen wir dem Essen mit freudiger Neugierde entgegen.

Die Vegi Platte wurde uns nach kurzer Wartephase als erstes serviert und fast allen Anwesenden entwich ein Ahhh, so appetitlich sah diese aus. Eine mit allerlei Leckereien prall gefüllte Platte stand nun vor uns. Alle Gerichte auf der Platte lagen auf dem Injeera Brot, welches als „Gabel“ dient, was sich für manche Anwesenden als eine kleine Herausforderung herausstellte, aber natürlich wurde dies mit Bravour gemeistert.

Laut Speisekarte befanden sich auf der Platte: Alicha (ein mildes Gemüsecurry); Okraschoten; Tumtumo (auch Timtimo genannt, ein Linsengericht); Hamli (Spinat mit Paprika, Zwiebeln, Knoblauch und Bohnen) sowie Shiro (es ist ein vegetarisches Curry/Mus aus Kichererbsen, was gleichzeitig das meistgegessene Gericht Äthiopiens ist)

Die Zigni Platte wurde uns dann auch sogleich serviert und diese stand der ersten Platte in nichts nach: auch hier gab es Alicha, Hamli, Tumtumo und Okra. Ergänzt wurde das Gemüse mit Huhn und Rind, das in einer würzigen Sauce zubereitet wird. Besonders vom Huhn waren die Gemüter am Tisch sehr begeistert. Obwohl noch am Knochen, war es doch so zart, dass es mit Leichtigkeit mit den Fingern vom Knochen zu lösen war. Zur Platte wurde uns noch das Zigni Lamm in einem Tontopf aufgetragen (ab zwei Personen wird das Zigni Lamm im Tontopf extra serviert).

Zwar hat uns das Hauptgericht alle zufrieden gestellt, jedoch konnten wir es uns dennoch nicht verkneifen einen kleinen Nachtisch zu bestellen. Die Entscheidung zwischen Obstsalat oder Flanne-Coco (5,50€) ist uns nicht schwer gefallen. Für alle Kokosliebhaber das richtige Dessert! Es ist ein Milch-Kokos Küchlein mit Karamell.

Nach diesem tollen Abendessen waren wir alle mehr als zufrieden und begaben uns mit einem prall gefüllten Magen auf unseren Heimweg an einem doch recht warmen Frühlingsabend.

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© 2016 by Barbara Tasarz

 

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